2017 Weinsteig (Pfalz)

Ort

Neustadt a.d.W.

Zeitraum

Ende Juni 2017

Organisator / Reiseleiter

Christian Wenzel

Teilnehmer

Christian We., JJ, Olli, Bernd, Kai, André, Andi S., Andi L. Christian Wi., Gente, Firlo, Sascha, Andreas R.

Chronik

 


Weinsteig, Tag 1

Dieses Jahr ging es (wieder mal am letzten vollständigen Wochenende im Juni) in die Ex-/Zwischenheimat von Christian.

Laaaange Zeit hielt unser diesjähriger Reiseleiter den Spannungsbogen bis aufs Äußerste gespannt.

Erst kurz vor der Fahrt ereilte uns über Whatsapp die Information, wann wir uns am Gronauer Hbf einzufinden haben.

Das Wetter sollte super werden, sodaß Regenklamotten in Gronau bleiben durften.

Für die Zugfahrt war selbstverständlich wieder reichlich an Nahrungsmitteln vorhanden und man durfte den Leckereien aus Gronauer Metzgereien, sowie Dosenspezialitäten in flüssiger Form fröhnen.

Sportskamerad Elmar blieb dieses Jahr dem Intensivurlaub fern, da sich offensichtlich sämtliche Tapeten in seiner Wohnung auflösten...

 

Erstmal los mit der Eisenbahn...

In Neustadt angekommen wartete die erste "kleine" Wanderetappe auf uns vom Neustädter Bahnhof zu unserer ersten Zielunterkunft für den Donnerstag Abend.

Der unendlich erscheinende Weg brachte uns auf halbem Weg überraschend ein Kiosk zu Gesicht, welches - wie selbstverständlich in der Palz - gekühlten Weißwein und Wasser für WOISCHORLE bereithielt. 

Andi L. ergriff sofort die Chance einige der Flaschen zu erwerben, um nach kurzem Konsum festzustellen, dass hier an der Bundesstraße ein schöner Ort ist, an dem man gerne verweilt und bestimmt noch so eine Ladung verträgt.

Die inhalierten Mengen reichten dann auch bis zum Zielobjekt, dem Naturfreundehaus Heidenbrunnental.

Hier angekommen durften wir am eigenen Leibe erfahren wie es ist ohne Mobilfunkverbindung zu sein. GEIL!!! endlich mal RUHE. So dachten wir zumindest bis dahin... 

Naja, der Einen Freud, des Anderen Leid. Dazu später mehr, JJ 🤩

Im lustgen Naturfreundehaus angekommen ging es dann direkt daran dringend erforderliche Bestellungen bei der Naturfreundehaus-Jungfer aufzugeben.

WOISCHORLE, und leckere Lewwerknödel, Brotworscht, sowie - logo - Pälzer Saumaache.

 

Nicht entgangen ist uns der Blick auf ein junges Mädchen, das einsam an einem Tisch draußen saß und gemütlich sein vegetarisches Schnitzel verspeiste.

 

Sportsfreund (Trans) Gente nahm sich ein Herz und sprach das arme Ding (sehr zurückhaltend) an. Wir durften daraufhin alle um das Mädchen herum Platz nehmen.

Die anfängliche Scheu verflog schnell, als etwa 1,5 Minuten nach meinem letzten Bissen Christian nach dem mitgebrachten Akkordeon griff und es mir umhängte.

Lange haben wir schon nicht mehr so viele Lieder gesungen. Was soll man auch sonst (außer hin und wieder ein Glas auszutrinken) machen... Das war schon mal ein richtig toller Abend!!!

 

Die Zeit verflog sehr schnell und es machte uns stutzig, dass der Schwager aller Schwager noch immer nicht bei uns erschienen war. Konnte es etwa sein, dass der Reiseleiter bei seinen Spannungsbogenvorbereitungen vergessen hatte genau diesem Schwager den genauen Zielort durchzugeben?

War ihm gar etwas passiert? Wurde er von Pfälzer Nymphomaninnen heimgesucht und verschleppt?

 

Hier ein Auszug aus seinem Tagebuch...

 

[19:22, 22.6.2017] Jansen Jürgen: Zum Wohl die Pfalz- wo sind die bestausehendsten Hessen in ner Stunde                       

[19:27, 22.6.2017] Jansen Jürgen: Also wenn ich keine Antwort bekomme, dann suche ich in folgender Reihenfolge: Brauhaus, Kerb, Schützenfest, Dönerbude, Dixie Klo, table Dance, swinger Club, "lass mich deine muschi lecken"-Club (da ist auf jeden Fall einer von euch)                       

[20:02, 22.6.2017] Jansen Jürgen: Ihr könnt nicht weit sein

[20:07, 22.6.2017] Jansen Jürgen: Nächster Hinweis      

[20:11, 22.6.2017] Jansen Jürgen: Ok hier ist die Frauenquote 21:6 ... da trink ich erst mal einen                       

[21:15, 22.6.2017] Jansen Jürgen: Schön hier

[21:22, 22.6.2017] Jansen Jürgen: Prost       

[21:30, 22.6.2017] Jansen Jürgen: Ok alles kein Problem, ich kenn diese Situation, jahrelanges Training gehabt, ich komme alleine klar: du wirst alleine in der Pfalz ausgesetzt, geile weiber, dich versteht keine Sau, der böse Wolf 🐺 heißt Wolfgang. Am Ende findest du immer einen schwippschwager auf Lebenszeit. Aber wo ist der sack jetzt? Jetzt! Genau in diesem Moment? Will nicht erst wieder heiraten...                       

[21:39, 22.6.2017] Jansen Jürgen: Billiges Pflaster! Werde noch nicht mal von Nutten angesprochen

 

Das lässt sich nur schwer kommentieren 😂

Andi L. (im früheren Leben so eine Art Robin Hood nur ohne Diebstaldelikte) fasste sich ein Herz und eilte zur Rettung des JJ. Er wollte so weit laufen, bis es wieder Mobilfunkempfang gibt (also seeehr laaange) und tatsächlich, Andi und JJ kamen am Naturfreundehaus an.

 

Jetzt gab es kein Halten mehr und die Wiedersehensfreude trieb selbst dem armen Ding, Conny die Tränen in die Augen.

 

Wie auch bei Liveübertragungen von Fussballspielen die Kameras immer wegschwenken, wenn ein Flitzer über den Rasen rennt, möchte ich auch eine Situation (ich nenne Sie mal "wandelnde weiße Unterhose") nicht weiter kommentieren...

 

Diejenigen, die zu Hause scheinbar auch immer den Tisch abgeräumt bekommen, verpissten sich dann zum Pennen, die anderen Deppen, die da eher ein Auge für hatten, räumten noch das ganze Saufgelage im völliger Dunkelheit auf.

Hierbei kam es noch zu einem Sturz von Robin Hood, der anscheinend dachte fliegen zu können, was auch für etwa 0.4 Sekunden funktionierte und er über einen Absatz fiel... Oh mein Gott... hier galt aber der Leitsatz: "de Besoffene un de klaane Kinner bassiert nix" 

 


Weinsteig, Tag 2

Freitagmorgen, fast ausgeschlafen nach einer Nacht der 100.000 G´s (Gerüche und Geräusche) in unseren Mannschaftsunterkünften ging es zum Frühstück. Auch Conny war schon wach und konnte sich mit strahlenden Augen an den letzten Abend erinnern.

Schade dass wir keinen Popoclub-Stempel besitzen, dieser hätte sicher an einer gut sichtbaren Stelle im Jacobsweg-Tagebuch von Conny seinen Platz gefunden.

Kamerad Andi Hood kam nun ins Spiel, denn er hatte wieder eine gute Tat vorbereitet.

Sohn Joni Hood hat blöderweise (anders wie Bernd) immer am 23.06. Geburtstag. Diese Feier wollte Andi nicht verpassen und fuhr mit einem Taxi vom Naturfreundehaus nach Neustadt zu einem Sixt Autoverleih, von dort nach Hause zu fahren um rechtzeitig am selben Abend wieder zur Truppe aufzuschließen. Das hat prima geklappt!!! gut gemacht Andi.

Der Rest der taufrischen Männer trat dann munter den Weg zum nächsten Etappenziel an und folgte dem extra für uns angelegten hügeligen, felsigen, waldigen, sandigen, steilen, geilen Weinsteig, welcher - gerade in der ersten Stunde - etwas kontaminiert wurde.

Vorbei an der Wolfsburg mit dem Besuch derselbigen, immer weiter über Stock und Stein zur Looganlage.

Hier gab es leider nur sehr kleine Schnitzel, sodaß wir Angst hatten bis zum Abendessen möglicherweise bereits verhungert zu sein...

Teilweise aber doch gesättigt ging es dann noch ein paar Kilometer weiter bis zu einem Punkt, von dem aus es noch etwa 4km bis zum Tagesziel waren.

Ein Teil der Gruppe ließ sich hier nieder, um die Strapazen einer Taxifahrt auf sich zu nehmen, die nächste Abendunterkunft aufzusuchen, zu duschen?!? und um dann zur Pussytruppe aufzuschließen, die lieber die frische Waldluft genießen wollten und auf direktem Wege zum Weingut Odinstal liefen. 

Hier angekommen wurden wir sehr herzlich von Ute begrüßt, die gemeinsam mit ihrem Mann Thomas das Anwesen Odinstal betreiben.

Die Geschichte zum Weingut Odinstal:

Johann Ludwig Wolf, Bürgermeister von Wachenheim, erbaute das Weingut Odinstal Anfang des 19. Jahrhunderts.
Er war auf der Suche nach dem "roten Boden", in den er Weinreben pflanzen wollte. Er ließ den Wald roden und den Berg landschaftsgärtnerisch anlegen. Er pflanzte die Weinreben und erbaute das klassizistische Gutshaus als seinen Wochenendsitz. Das Personal, das die Weinberge bewirtschaftete, wohnte in den oberen Etagen der Villa.

Im Spielzimmer des heutigen Weinguts J.L. Wolf Erben in Wachenheim verlor er beim Kartenspielen das komplette Anwesen an den Gutsbesitzer Kuhn, ebenfalls aus Wachenheim. Dessen Enkeltochter heiratete in ein Deidesheimer Traditionsweingut ein, das fortan das Odinstal bewirtschaftete, bis sich 1998 Thomas Hensel seinen langen Traum erfüllte und das Anwesen kaufte.

Was Thomas mit seiner Familie daraus gemacht hat, lässt sich nur schwer in Worte fassen.

Christian, cool dass du auch solche Menschen deine Freunde nennen darfst!

Alleine der Blick von dort oben hinunter ins 2km entfernte Tal ist alle Mühe und Anstrengung wert. Bei klarem Wetter sieht man rechts das Heidelberger Schloss und links die Skyline von Frankfurt. WOW!!!

Dass das Weingut mit biodynamischem Weinanbau dann Wein herstellt, der unter den Top 10 der besten Weine Deutschlands seinen Platz findet, wundert nicht.

Max, einer der 3 Söhne von Ute und Thomas hat sich seiner Leidenschaft hingegeben und den Beruf des Winzers erlernt und uns in seiner Pälzer fröhlichen Art sehr umfangreich die Reben in den Wingerten, die Art der Bewirtschaftung und das Anwesen gezeigt.

Dies fand dann sein Finale in einer Weinprobe mit gereichten Köstlichkeiten von hiesigen Bäckern, Metzgern und Käsereien.

Auch hier kam es im Verlauf des Abends wieder zu musikalischen Darbietungen internationaler Lieder unserer Männergruppe...

Taxis brachten uns dann viiiiel später in unser 2. Übernachtungshort, dem Oppauer Haus (Naturfreundehaus Wachenheim).

Völlig ausgedörrt nach der langen Taxifahrt war es eine Wohltat im Aufenthaltsraum der Herberge volle Kühlschränke zu finden.


Weinsteig, Tag 3

 

Samstag, der finale Tag. Hier gilt traditionell das Hauptaugenmerk nicht mehr dem eigentlichen Weg, sondern dem Ziel.

Dies bestand hier in erster Linie in der Hoffnung möglichst bald seine Blessuren im Sole Freischwimmbad zu Bad Dürkheim zu lindern.

Zunächst ging es direkt nach dem Frühstück wieder in den Einstieg, der dann schließlich wieder auf den Weinsteig einbog. 

Sportliche 10km galt es noch zu erwandern, um vorbei an Wachenheim und Seebach schließlich Bad Dürkheim zu erreichen.

Dem Hunger und Durst ausgesetzt fand man eine Pizzeria, die um die Mittagszeit ihre kulinarischen Künste unter Beweis stellen durfte.

Dann - endlich - ins kühle Nass des Dürkheimer Salinariums...

...Getränke wurden von Schönheiten (oben ohne) gereicht und ein Nickerchen eingelegt.

Jetzt wurde es aber mit der Zeit knapp, denn von Dürkheim Hbf sollte es dann mit der S-Bahn nach Speyer gehen, wo das Hotel Klaer in einer etwaigen Entfernung von 2,8km dem Bahnhof gegenüberstand.

Auch diese Etappe wurde noch bravourös gemeistert und man durfte ein Hotel bewundern, welches von jemandem betrieben wurde, der (angeblich) früher Zuhälter war. Das hat man aber in keinem Fall gemerkt, obwohl ich in meinem Schlafzimmer zuhause keine Dusche habe kiss...

Schnell umgezogen, fuhren wir dann mit dem Taxi zum Dom nach Speyer.

Imposante Bilder wurden gemacht...

...und es ging die Maximilianstraße hoch bis ins "Maximilian". Dies wird von Alex und Tim betrieben, welche ebenfalls Freunde unseres diesjährigen Reiseleiters und Pfalzkenners sind.

Leckere Burger, sowie Wein, Bier und Alkopop-Köstlichkeiten wurden hier konsumiert, um die nötige Kurzsichtigkeit zu erlangen, die es dann später brauchte...

Auf der Suche nach einem Etablissement fand man schnell den Pinky Club der durch unser Eintreffen plötzlich 3x so voll war, wie vorher.

Immerhin war uns der DJ sehr wohlgesonnen und erfüllte Bernd seinen Wunsch endlich bei einem engen Männertanz zu den Tönen von PUR sein ganzes tänzerisches Talent unter Beweis zu stellen.

Bernd, dir auch an dieser Stelle wieder einen Herzlichen Glückwunsch zum 50. Geburtstag!!! (nachträglich).

Es hielt uns hier nicht lange und wir zogen weiter unseren Sinnen folgend ins "Café Durchbruch". Der Name sagt alles und ich zitiere hier mal den Inhalt einer Seite aus Speyer, die Kneipen beurteilt: 

Weinsteig, Tag 4

 

Am Sonntagmorgen aufgewacht (viel zu spät, Frühstück war schon abgeräumt) erfuhr ich von einer erneuten brenzligen Situation mit einer Unterhose, die an einem nackten Männerkörper in Wäscheräumen des Hotels ihr Unwesen trieb. Geschockt erfuhr ich, dass diesmal der Besitzer der Unterhose ein anderer Mensch war, als der vom Donnerstag.

Was auch immer die Unterhose mit der Frau gemacht hat, es muss ihr irgendwie nicht geschmeckt haben. Sie hasst uns alle!!!

 

Tschüß Hotel Klaer, tschöö Palz und daaaanke Christian für die super Tour!!!

 

Wir freuen uns schon alle auf die nächste Tour, die Oli planen wird...

 

Berg Heil, André

 

Bilder & Videos