Westerwald
Ende Juni 2014
Andi L.
Christian We., Olli, Andi S., Elmar, André, Christian Wi. , Bernd, Kai, Gente, Firlo, Sascha, JJ, Andreas L., Andreas R., Volker
Westerwald, Tag 1
In diesem Jahr zog es uns (in altbewährter Tradition) und um unser Gründungsmitglied Volker wieder bereichert, per Zug in den schönen Westerwald.
Zunächst gilt es aber hier festzuhalten, dass - einstimmig beschlossen - keine neuen Mitglieder mehr aufgenommen werden. Zumindest nicht ohne dass ein triftiger Grund dafür gegeben ist. Da man aus Fehlern bekanntlich lernen sollte, wurde uns bei dieser Tour transparent, dass Personen, die nun schon zum 2. Mal kurzfristig mit Verdacht auf Erschöpfungssyndrome absagen, als Personen mit ausreichenden Kriterien für die Teilnahme an einer Männertour scheinbar vom lieben Gott nicht gesegnet wurden...
Von Gronau (Hessen-Nassau) ging es per Stockheimer Liesi nach Frankfurt, wo die Kameraden Elmar und Volker in den dort auf uns wartenden Zug in Richtung Siegen hinzukamen.
Sportskamerad Lenz, der in diesem Jahr der Organisator war, schaffte es auf unnachahmliche Art und Weise (zumindest gegenüber den vorher neugierigsten unter uns) den Spannungsbogen bis dahin aufzubauen, und das Reiseziel zu verheimlichen. Dies wurde erst durch die Einnahme der untenstehenden Medizin allen bewusst...
Nach einer unbeschreiblichen Fahrt mit der deutschen Bahn und später der VECTUS Verkehrsgesellschaft ging es an einen Ort mit dem beschaulichen Namen (Kloster) Marienthal (bei Hamm/Sieg). In diesem Ort leben tatsächlich ca. 55 Einwohner. Der Zug schien scheinbar nur für uns gechartert gewesen zu sein, da auf den Bahngleisen Tannenbäume und dergleichen wuchsen...
Sämtlliche Bier, sowie Ebbelwoivorräte wurden unerwarteterweise lange vor der Ankuft aufgebraucht. Nun freuten wir uns nach einem kurzen Fußmarsch vom "Bahnhof" Marienthal unsere wunderbare Unterkunft zu erreichen, um hier lecker Schnitzel zu essen und bei kühlem Bier das letzte Gruppenspiel bei der WM unserer Nationalelf (1:0 gegen die USA) zu genießen.

Westerwald, Tag 2
Am 2. Tag unserer Tour mussten wir nach einem reichhaltigen Frühstück (ohne nennenswerten personellen Verluste) zeitig aufbrechen, um den wieder für uns exclusiv gecharterten Zug von Marienthal nach Ingelbach nicht zu verpassen. Wir hoffen an dieser Stelle, dass der Wirt des "Marienthaler Hofs" nicht am Verlust des 16er Zimmerschlüssels zugrunde gegangen ist, dem er wie John Wayne in seinen besten Tagen mit seinem Pony auf 2 Achsen hinterherjagte...
Übrigens: das Motto der diesjährigen Tour "gmBh", später dazu mehr...
In Ingelbach also angekommen, machten wir uns dann zu Fuß auf die ca. 20km lange Reise über den schönen Westerwald Steig in Richtung Hachenburg mit dem Etappenziel Hachenburger Brauerei.
Zur Mittagspause hatte unser Kommandeur noch einen Abstecher nach "Atzelgift" geplant, wo wir neben einigen Schoppen endlich mal wieder ein Schnitzel, naja die anderen 7 hatten Rinderrouladen mit Rotkohl (wuääää!!!!
) bestellt, essen konnten.
Wichtig hier der Hinweis des Wirtes (der mit dem hübschen Kamm in seiner Jogginghose) "bei mir is immer Voll", "bin immer ausgebucht".
Spätestens hier gilt es "gmBh" aufzulösen: "geh mal Bier hol´n, du wirst schon wieder hässlich..."
Nach der Stärkung beim immervollen Wirt ermöglichte uns eine Abkürzung der ursprünglich geplanten Strecke noch den Besuch des Hachenburger Schwimmbades, welches wir nach einigen Kilometern Fußmarsch und dem zwischenzeitlichen und temporären Verlust eines Kameraden (der unbedingt das hiesige Museum besuchen musste
) erreichten.
Geniale Wetterbedingungen erlaubten uns den anderen Besuchern des Bades auf der Liegwiese im Freibad unsere Traumkörper zu präsentieren, sowie die eine oder andere Wasserbombe platzen zu lassen.
Nochmal ein großer Dank an Andi L. der uns durch seine großartige Planung direkt zum RICHTIGEN Schwimmbad geführt hat. Denn es stellte sich heraus, dass Hachenburg eine der wenigen Gemeinden in Deutschland ist, die sich 2 Schwimmbäder leisten können!!!
Nach dem Schwimmbadaufenthalt ging es dann zum nächsten Highlight der diesjährigen Tour. Eine Brauereibesichtigung der Hachenburger Brauerei. Die Brauereiführung mit Verköstigung mit dem leckeren selbstgezapften "Zwickel" und der unschlagbaren selbstgekochten Kartoffelsuppe suchen seinesgleichen.
Bis heute ist ungeklärt wie es zu einem kriminellen Zwischenfall kommen konnte, bei dem eine Mitarbeiterin der Brauerei auf bestialische Art und Weise misshandelt und achtlos zurückgelassen werden konnte. Dazu konnten 2 Bilder vom Tatort aufgenommen werden.
| Opfer vor der Tat | Opfer nach der Tat |
Nach dem Besuch der Brauerei ging es dann per Taxi ins nahegelegene Nistertal und unserer Unterkunft "Hotel zur Post" für die nächsten beiden Nächte. Hierbei sei zu erwähnen, dass ein Teil der Burschenschaft in einem Gästehaus um die Ecke untergebracht waren. Der Reiseleiter gönnte sich hingegen für diese beiden Nächte ein Penthouse vom allerfeinsten! Ich finde, er hat sich das mit dem Schweiß unter dem Hasenkostüm damals auf dem Rheinsteig verdient.
Frage:"gibt es eigentlich auch Minussterne für Unterkünfte?" naja, ganz so schlimm wars ja nicht, wir hatten dafür ja optische Leckerbissen im Bezug auf unsere Hotelbelegschaft... ich rufe hier unsere Hymne "gmBh" wieder in Erinnerung
.
Zu späterer Stunde entschieden sich alle, außer Serge, Reuter, Bernd und André, ins Bettchen zu gehen. Die 4 angesprochenen versuchten ihr nächtliches Glück (drigend benötigte Flüssigkeitszufuhr aufzunehmen) noch in 2 Etablissements, bei denen sie jedoch böse enttäuscht werden sollten, da man sich nicht bereit erklärte zu vorangeschrittener Stunde noch alkoholische Getränke auszuschenken. Nagut, dann halt auch ins Bett,..
Hier noch ein Erinnerungsfoto von unserem malerischen Hotel.
Westerwald, Tag 3
Der 3. gemeinsame Tag bescherte uns in unserem Hotel ein unerwartet leckeres und ausgedehntes Frühstück. Wir waren heute nicht nach einem strengen Fahrplan gebunden, denn der Tourstart war heute wieder in Hachenburg geplant. Hachenburg erreichten wir per Taxi.
Gemeinsam wurde dann wieder zu Fuß dem Westerwaldsteig folgend in Richtung Bad Marienberg aufgebrochen. Malerische Landschaften, Wälder, blühende Felder begegneten uns, darunter der vor ca. 25 Mio. Jahren entstandende große und kleine Wolfstein.

Nach einer kurzen Rast am großen Wolfstein erreichten wir den Kletterwald am Wildpark, wo es doch tatsächlich soo voll mit Menschen war, dass wir leider unser Klettergeschick und unsere Unerschrockenheit in schwindelnden Höhen nicht unter Beweis stellen konnten. Stattdessen zogen wir es vor an der am Kletterpark extra für uns aufgebauten Tischgarnitur leckeres Hachenburger Pils und gegrillte Bratwürstchen zu uns zu nehmen. Das Wetter war bis dahin unser Freund, denn die für den Nachmittag angekündigten Regenfälle ließen auf sich warten.
Ein paar Schoppen später brachen wir dann auf in Richtung Bad Marienberg, vorbei am Hedwigsturm (und mit der Besteigung desselben von einigen von uns).
Der Westerwaldsteig führte uns dann einige Kilometer weiter, vorbei am Basaltsteinbruch, nach Bad Marienberg. In dem Moment, an dem wir uns einem Dönerladen mit überdachtem "Biergarten" näherten, fielen doch tatsächlich die ersten Regentropfen. Was also tun?... natürlich was richtige Männer tun, 14 Döner bestellen, was sonst...
Nach unserem Mittagsmal ging es dann weiter (der Regen machte uns nicht viel aus, da wir weitestgehend durch Wald liefen) ca. 7km entlang der großen Nister in Richtung unseres lieblichen Hotels in Nistertal.
Dort angekommen zogen sich einige zum Mittagsschlaf zurück, andere hingegen zogen es vor bei "gmBh" was Kühles und Blondes zu bestellen.
Kurz für die kommende Nacht frischgemacht, und 2-3 Schoppen weiter (in der Wirtschaft unseres Hotels) wartete plötzlich vor der Tür das hier:
Ist das vielleicht der Hammer??? ein weiteres Glanzstück unseres Reiseobergefreiten Lenz!
Ja mit diesem Gerät wurden wir dann mit der wahnsinnigen Höchstgeschwindigkeit von 6Km/h und hausgemachter Planwagenmusik von Nistertal nach Alpenrod verbracht. Dieser Ort heißt wirklich so, obwohl er außer einer Almhütte nichts mit den Alpen zu tun hat...
Genau diese Almhütte sollte aber unser letztes Ziel an dieser Männertour werden. Hier war um 19:00h ein Tisch bestellt und wir durften diesen Abend bei leckerer Hausmannskost, Bier, sogar Eppelwoi und der ein oder anderen Weißweinschorle genießen.
Zuvor sei noch zu erwähnen, dass Großbauherr und Starheimwerker JJ endlich nach getanem Werk an seinem Domizil zu uns stoßen konnte.
Neben uns hatte noch eine Motorradrockergruppe ein großes Zelt aufgeschlagen, um dort ihre alljährliche Feier bei lauter Rockmusik abzuhalten. Dies wiederum hingegen hielt uns nicht im entferntesten davon ab, begleitet durch die Quetsch Lieder, wie "Oh du schöner Westerwald" u.Ä. darzubieten. Der Kontrast und die Fragezeichen in den Augen der Rocker hätte nicht größer sein können :-)
Später hatten Sportskamerad Serge und ich noch die Idee, im nunmehr leeren Rockerzelt (ich glaub es war so 2Uhr) über deren Anlage Rockmusik zu hören, was 2 der Kameraden von denen, als auch Meister Hermann, Reuter und Lenz das eine oder andere Lächeln ins Gesicht zauberte. Spätestens, als über die Rockerboxen das Lied "Atemlos" von Helene Fischer in voller Lautstärke erklang, war die Freude übergroß. Diese wurde kurz darauf jäh zunichte gemacht, als der total verpennte Rockerchef auftauchte und freundlich, aber bestimmt auf die allgemeine Hüttenruhe hinwies. Scheiß Rocker, net ma feiern können die...
2-3 Frikadellenbrötchen und etwa 15-20 Schoppen später kam ein Taxi, was uns ins Hotel brachte. Da wär noch mehr drin gewesen, nicht aber im Westerwald, da gibt's im Umkreis von 50km keine Disco, kein Nichts, ich freu mich auf den Frühschoppen :-)
Westerwald, Tag 4
Selten ist eine Tour gefühlt schneller vergangen, als die Tour durch den Westerwald, zumindest ist das meine Wahrnehmung.
Am letzen Tag unserer Tour füllten wir nochmal unsere Mägen beim Frühstück in unserem Hotel und sagten zu Batia, oder so (halt die Kellnerin): "gmBh". Nach 1-2 Bier war sie in der Tat auch wieder einigermaßen schön
.
Aufbruch mit Sack und Pack in Richtung Bahnhof Nistertal und von dort in Richtung Frankfurt. Hier pünktlich angekommen, gönnten wir uns noch ein Festmahl im Restaurant mit den 2 goldenen Bögen, sowie ein Cola-Weizen (zumindest Serge und ich). Volker wurde vorher von seiner Familie am Hbf abgeholt, auch Elmar verabschiedete sich an dieser Stelle. Von Ffm Hbf gings dann mit der S6 nach Vilbel, wo schon das Liesi auf uns wartete.
Wunderbare Tour ist zu Ende, wer plant eigentlich die nächste Tour???
Berg Heil, André