2007 (Schneetalalm)

Ort

Tannheimer Tal

Zeitraum

Ende Juni 2007

Organisator / Reiseleiter

André

Teilnehmer

JJ, Bernd, Olli, Kai, Andi S., Volker, André

Chronik

Schneetalalm, Tag 1

In diesem Jahr machten wir uns erneut auf in die Ostallgäuer Alpen. Hauptziel der Tour war es die Schneetalalm zu erwandern, da die nicht nur malerisch schön in den Tannheimer Bergen liegt, sondern sehr viele kulinarische und musikalische Leckerbissen bietet...

Wir fuhren also wieder an einem Donnerstag in Gronau los, erstes Etappenziel war hier Osterreinen im Ostallgäu. Dieser Ort liegt unweit von Füssen am Forggensee. Gebucht waren ein paar Zimmer im Sonnenhof. Hier gibt es gutes Frühstück und gut schlafen kann man hier auch. Wir kamen dort so gegen 22:00h mit unseren PKWs an. Leider mussten wir feststellen, dass die Gaststätte im Sonnenhof schon geschlossen hatte. Was sollten wir jetzt tun? Riesen (Bier)Durst und keine Kneipe auf - das kann ja wohl net wahrsein, aber so ist es nunmal auf auf dem Land. Die nächste Tankstelle ist in Füssen, aber wir wollten ja nur noch 1-2 Bier trinken (wirklich!!!) da uns die Tour am nächsten Tag doch einiges abverlangen sollte. OK, ich hatte die Idee mit einem Auto rüber nach Rieden zu fahren, da gibts wenigstens noch 2-3 Gaststätten mehr und - siehe da - im Gasthof Rössle brannte noch Licht. Ich glaube JJ begleitete mich und wir sind erstmal rein. Servus, prima dass hier noch auf ist, kannst gleich mal 7 Weizenbier zapfen, die andern kommen gleich nach. Der Wirt schaute uns mit großen Augen an und sagte: "nee, nee, ich mach jetzt zu, die 3 Gäste die noch da sind, gehören zum Haus..."  "Ja dann verkauf uns wenigstens Flaschenbier, wir haben riesigen Durst", "nee, hab keins, ich will zumachen..."

Oh mann, doch plötzlich, als ich davon erzählte dass ich den Bürgermeister von Rieden kenn, der nämlich gleichzeitig Schreiner ist und seinerzeit die Eckbank, nebst Tisch, die noch heute in unserer Küche steht gefertigt hat usw. nahm das Blatt eine Wendung. Wir bekamen die letzten 14 Flaschen Bier aus der Kühlung und der Hammer war: "Ihr müsst nix zahlen, bringt mir einfach wenn ihr wieder zurückfahrt, den Kasten gefüllt wieder, dann passts scho". Ein Erlebnis, das ich irgendwie nicht vergessen kann. Auch das erlebt man wohl nur auf dem Land. naja wenn man auch so vertrauenswürdig aussieht wink.

Wieder zurück bei den anderen, die mittlerweile runter zum Forggensee gelaufen waren, tranken wir dann unseren "Gute Nacht - Trunk" und gingen artig schlafen.


Schneetalalm, Tag 2

Nach ausgiebigem Frühstück im Sonnenhof machten wir uns mit dem Auto auf in Richtung Bärenfalle. Hier angekommen, fuhren Kai und ich jeder mit einem Auto rüber nach Tannheim um hier für den letzten Tag ein Auto abzustellen, mit dem wir dann wieder das andere Auto vom Ausgangsort abholen konnten. Schlau, gelle?

Nach gefühlten 5 Std. Autofahrt kamen wir dann endlich zurück zu den anderen an der Bärenfalle. Der Weg war ja zumindest einigen bis zur Musauer Alm bekannt, wo wir dann auch aufgrund eines kleinen Imbiss kurz einkehrten. Von dort aus gings dann steil empor über das Sabachjoch in Richtung Schneetalalm. Hier wurden doch einige Höhenmeter zurück gelegt und allen waren froh, als wir endlich bei der Schneetalalm ankamen. Hier warteten dann nicht nur frisch gezapfte Weissbier, sondern die besten Hüttenwirte und Wirtinnen, die ich bis dato kennenlernen durfte! Denn die waren nicht nur gut drauf, sondern hatten, wie wir, so richtig Bock zu feiern. Weiterhin ist die Hütte mit allen Musikinstrumenten, einschließlich Nebelhorn (gell Bernd, da müsse mer nomma hin, weil du doch da ma reinblase wollst...?) ausgestattet, die man sich nur denken kann - rein akustisch, versteht sich. Ja und die meisten konnten auch noch mit den Instrumenten umgehen. Die Stimmung war unbeschreiblich, was nicht zuletzt wohl auch dem Konsum einiger Brau-/ und Brandspezialitäten lag.

Der nächste Morgen tat dann auch ein bisschen weh...


Schneetalalm, Tag 3

Jaja, hätten wir nur den einen oder anderen Schnaps gestern weniger getrunken... 

Das heutige Ziel hieß "Hubertushütte". Diese liegt oberhalb vom Tannheim auf gut 1500m Höhe. Das was ich meinen Wandergesellen allerdings verschwiegen hatte, war die Tatsache, dass wir von der Schneetalalm zunächst komplett wieder ins Tal absteigen mussten, durch Nesselwängle, um dann auf der anderen Seite von Nesselwängle wieder aufzusteigen. Leider hing auf der Schneetalalm ein Bild, was die Landschaft rund um die Schneetalalm und vor allem deren Höhenunterschiede deutlich machte. Alle Versuche einige Kameraden (gell Herr Storch) davon abzulenken, schlugen fehl. Man hat mir noch nie in meinem Leben so oft den Vogel gezeigt, wie an diesem Morgen. Es wurde auch ein Tabu gebrochen, dass man nämlich den Plan des Reiseleiters abänderte. Dieser war halt den direkten Weg (eben über einige Höhenmeter, nochmal ins Tal und wieder hoch...) zu nehmen. Es wurde dann abgestimmt und die Mehrheit der Truppe entschied sich, in Nesselwängle angekommen, den "Rentnerweg" entlang des Haldensees, quasi auf ebener Fläche, in Richtung Tannheim zu nehmen. Von dort wollte man dann zur Hubertushütte wieder hochlaufen...

Also endlich in Tannheim angekommen, beschlossen wir (Kai und ich) kurzerhand schnell das dort geparkte Auto zu nehmen und schon mal das andere an der Bärenfalle zu holen. Dann hatten wir das schon erledigt und konnten am nächsten Tag direkt von Tannheim die Heimreise antreten. Die anderen Kameraden warteten so lange in einer Gaststube. Es ging dann nochmal ein paar Höhenmeter auf die Hubertushütte, bei der uns dann die Irml in Empfang nahm. Dieses Zauberhafte Wesen (siehe Bildergalerie) verzeichnete uns an diesem Tag als einzige Gäste. Es kämen im Sommer nicht sooo viele vorbei. Im Winter wäre durch den Skibetrieb mehr los.

Egal, wir können ja auch selber Party machen, auch wenn das an diesem Abend schwer fiel, waren wir doch alle sehr geschlaucht und ne Quetsch hat die Irml auch net da gehabt. Dafür aber das eine oder andere Kleingetier im Matratzenlagersealed. Aber Bier, Wein, Schaps und Dergleichen waren wie immer ein Hochgenuss.

am darauffolgenden Tag nach einem Frühstück auf der Hütte und rührenden Abschiedsszenen (Irml wir lieben Dich) erfolgte der Abstieg in Richtung Tannheim. Hier waren ja nun beide Autos geparkt und wir konnten wieder in Richtung Heimat starten. Was wir aber auf dem Weg nach Hause noch erledigten, war unser Versprechen einzulösen. Hatten wir doch am Freitag, als wir in Richtung Bärenfalle fuhren vorher in einem Getränkemarkt die leere Bierkiste vom Wirt aus dem Rössle in Rieden wieder aufgefüllt. Diese Kiste übergaben wir nun feierlich dem Wirt, wie sich das für ordendliche Bube aus Hesse, der Palz und dem Rheinland gehört...

André


Video Teichfest Pfronten

 

 

Video Matthias "Riesenneger im Nieselregn"

und hier der Liedtext... Lachend

Der Riesenneger im Nieslregn

 

Ja voa da Liesl iam Fensta steht a Riesenneger im Nieslregn

Dabei wara so riesig gern bei der Liesl im Zimma gleng

Dabei wara so riesig gern bei der Liesl im Zimma gleng

 

Da leit da Riesenneger bei da Liesl oh - Und fragt oba bei ihr schloffa ko

Sagt die Liesl Riesenneger bissl später bis mei Peter geht warts no im Nieslregn.

Sagt die Liesl Riesenneger bissl später bis mei Peter geht warts no im Nieslregn.

 

Da sagt der Riesenneger er geht zur Resie nüber

Bei dem Nieslregen da is ma Resie lieber

Wie aufd Liesl wartn da im Nieselregn - Mei nasser Pullie hat etz scho a riesn leng

Als wia auf Liesl wartn da im Nieslregn - Mei nasser Pullie hat etz scho a riesn leng

 

Ja vor der Resie ihrm Fenster steht der Riesenneger im Nieslregen

Un dabei wara doch so riesig gern, bei da Resie im Zimma gleng.

Un dabei wara doch so riesig gern, bei da Resie im Zimma gleng.

 

Da leit der Riesenneger bei der Resie oh und frogt obba bei ihr schlaffa ko.

Sagt die Resie Riesnneger im Nieslregn du kannst di gern bei mir im Bad aufd Fliesn legn

Sagt die Resie Riesnneger im Nieslregn du kannst di gern bei mir im Bad aufd Fliesn legn

 

Ja aufd Fließn legt si doch koa Neger ned, sagt der Riesenneger und find Resie bläd

Da bleib i lieba no im Nieselregn unterm Fenster von da Liesl steh.

Da bleib i lieba no im Nieselregn unterm Fenster von da Liesl steh.

 

Ja voa da Liesl ihrm Fenster, steht a Riesenneger im Nieslregn

Un dabei wara doch so riesig gern, bei da Resie im Zimma gleng.

Un dabei wara doch so riesig gern, bei da Resie im Zimma gleng.

Bilder & Videos