Vulkaneifel
Ende Juni 2005
André
Kai, Christian Wenzel, André, Olli, Volker, Andi S., Elmar
In diesem Jahr verschlug es und in die Vulkaneifel.
Gestartet wurde, wie immer an einem Donnerstag Nachmittag. In Gronau stiegen wir zu 6., samt Quetsch und unseren Rucksäcken in Wenzels Voyager, der uns an diesem Tag noch einige Freuden bereiten sollte...
Es ging dann erstmal über die A3 in Richtung Köln, da dort unser Sportskamerad JJ noch wohnte und für uns an diesem Abend gegenüber seiner Wohnung in der Malzmühle (Heumarkt) einen Tisch reserviert hatte. Weiterhin sollte seine Wohnung als Schlaflager in dieser Nacht für uns dienen.
In Köln angekommen ließen wir uns nicht lange aufhalten und gingen direkt rüber in die Malzmühle. Hier wurde ein riesen Berg Fleisch bestellt und neben Hunderten von Kölsch auch verzehrt. Später hatte die Malzmühle noch das Glück musikalisch durch uns unterhalten zu werden. Danach durfte sich die Kölner Altstadt noch unserer Anwesenheit erfreuen.
Ich kann mich noch dunkel daran erinnern, dass wir an diesem Tag neben einer fast mißglückten Bremsaktion auf der A3 (an einem Stauende kamen die Bremsen des Voyagers ein Wenig an ihre Grenzen) noch ein kleines Intermezzo mit dem Aufzug im Haus von JJ hatten.
Auf der Fahrt nach oben (wir waren alle 7 im Aufzug) lasen wir so beiläufig das Schild mit der Aufschrift "Zulässiges Gesamtgewicht 560 kg oder 8 Personen". Da wir zwar 1 Person weniger waren, sich jedoch unsere Mannschaftsstärke mit Personen, wie Andi S., Kai, usw. bereicherte, stellten wir fest, dass wir in Summe deutlich schwerer waren als das zulässige Gesamtgewicht. Dies wurde dadurch noch "verschlimmert", weil wir allesamt mit bis zum Rand gefüllten Blasen im Aufzug standen und uns eigentlich nichts sehnlicher wünschten, als bei JJ endlich das Klo aufsuchen zu können.
Oben angekommen, blieb der Aufzug dann auch stehen, jedoch ging die Tür nicht auf und wir saßen fest. Erstmal (da wir ja alle sooo cool sind) kein Thema, allerdings mit diesem immensen Blaseninhalt... Scheiße, und jetzt?
Notruf?, um Hilfe schreien? Pohli anrufen?
André konnte dann nach ca, 10 Minuten die innere Tür mit einem Messer entriegeln und ein Wenig aufschieben. Hier konnte man jetzt sehen, dass der Aufzug nur noch 10cm hätte weiterfahren müssen, aber scheinbar war er überladen... Man konnte nun die äußere Tür entriegeln. Alle konnten raus, nur der Aufzug steht, glaube ich, noch heute in dieser Stellung und wartet darauf, dass wir alle wieder mit ihm runterfahren.
Nach einem Frühstück in JJ´s Wohnung verließen wir das Haus und Köln, indem wir die Treppe in dem Haus nutzten, obwohl eigentlich ein Aufzug zur Verfügung stand, scheinbar funktionierte der aber nicht richtig...
Alle Mann in den Voyager und ab auf die Autobahn. Von Köln gings dann in Richtung Ulmen. Wir kamen dann, da wir viel über Landstraße fuhren, in Altenahr vorbei, dort stand ein großes Schild "Sommerrodelbahn". Das passte natürlich perfekt, da genügend Zeit eingeplant war. Natürlich wurde dann erstmal getestet, wie sich das so mit der Fliehkraft verhält.
In Ulmen war gegen Nachmittag eine Planwagenfahrt geplant. Nach dem Bezug unserer Zimmer in einer Pension, machten wir uns auf in einen Getränkemarkt. Hier deckten wir uns mit gekühltem Fassbier und Jägermeister ein. Vorher wurden wir jedoch noch von der Dame (Tourismusbeauftragte der Stadt Ulmen) aufgesucht, mit der mit der ich 2-3 mal vorher telefonierte um die Tour zu planen. Sie kam auf einem Motorroller der komische Geräusche machte, wie "gäng-bäng-bäng-bäng-bäng-bäng..."
Mit dem Planwagen gings dann durch Ulmen und die angrenzenden Wälder. Ich kann mich erinnern, dass wir auf dieser Fahrt fast von Bremsen aufgefressen wurden, die scheinbar auch gerne mal gemütlich ein Bier trinken wollten.
Abends liefen wir dann in den Ortsmittelpunkt, um dort in einer Gaststätte zu speisen.
Heute war der "große Tag". Der Tag an dem wir Das Tal der Wilden Endert durchwanderten. Es ging von Ulmen los in Richtung Cochem an der Mosel. Entlang der "Wilden Endert". Ca. 22km ging es an dem idyllischen Flüsschen entlang zum ersten Etappenziel, die "Göbels-Mühle". Hier wurde auch die Quetsch bereits vorher mit einem Taxi hingebracht.
Kaum in der "Göbels-Mühle" angekommen, fing es nach vorher strahlendem Sonnenschein, in strömen an zu regnen. Nun waren wir quasi gefangen, mussten aber ohnehin etwas essen und da passte das sehr gut. Dass einige "olympische Ringe Kümmerling" später sämtlicher Kümmerling-/ und Jägermeistervorrat aufgebraucht war, mahnte uns dann doch endlich aufzubrechen um das 2. geplante Event - ein Rittermahl in der Reichsburg zu Cochem nicht zu versäumen.
Problem war, dass wir uns darauf versteiften mit einem Taxi die letzten 7-8 Kilometer, samt Quetsch Richtung Cochem zu nehmen. Alle beauftragten Taxis weigerten sich jedoch beharrlich zur Göbels-Mühle zu fahren, da hier angeblich zu viele Schlaglöcher wären und der viele Regen...
Da der Regen fast aufgehört hatte, sind wir dann zu Fuß die letzten 8 Kilometer in Richtung Cochem gelaufen. Hier sei dem Sportskamerad JJ nochmal ein großes Lob auszusprechen. Mittlerweile steht auf diesem Pfad ein Denkmal mit der Inschrift "Unserem lieben Kameraden JJ, der in heldenhafter Art und Weise ein immer schwerer werdendes Accordeon, samt Koffer fast alleine getragen hat". Auf dem letzten Stück kamen wir noch an einem Waldhotel vorbei, in dessen Hof sich ein abfahrbereiter Reisebus befand, in den eine Rentnertruppe gerade einsteigen wollte. Als der Busfahrer erkannte, dass wir eine Quetsch dabeihatten, entschloss sich dieser kurz sich als Alleinunterhalter aufzutreten und in die Tasten zu hauen. Ein Tanz mit den Damen der Reisegruppe (ähnlch dem am Kerbsamstag) war dann obligatorisch.
In Cochem dann endlich angekommen, plagte uns ein unbändiger Durst. Diesem konnten wir an der ersten Straßenkneipe fröhnen, in der 4 Holländer saßen. Die bekamen dann mit der Quetsch "Tulpen aus Amsterdam" gespielt und waren dafür verantwortlich die Rechnung für das Bier zu begleichen...
Aufgrund der zahlreichen Erlebnisse an diesem Tag wurden die Erinnerungen an das eigentlich geplante Ritteressen völlig verdrängt, zumal es dafür nun mittlerweile viel zu spät war. Warum wir es nicht schafften, dem Wirt der Reichsburg noch Bescheid zu geben, weiß ich nicht mehr. Ich sollte aber einige Tage später in Form eines Anrufes nichtsahnend daran erinnert werden...
Wir fielen dann einige Zeit später in ein Speiselokal ein, wo auch hier die Gäste nach gutem Essen durch vagabundierende Musikanten und Sänger unterhalten wurden. Ich weiß noch, dass es in dem Lokal kein Bier gab, da wir ja direkt an der Mosel in einer "Weinstadt" waren. Also mussten wir uns gezwungenermaßen um die Weinvorräte kümmern.
Von hier ging es, nicht mer im Vollbesitz unserer geistigen Kräfte, mit dem Taxi zurück nach Ulmen. Ich Dabbes hab dann im Eifer des Gefechts meinen Rucksack in dem Lokal liegenlassen. Daher mussten wir am nächsten (letzten) Tag nochmal von Ulmen nach Cochem und wieder zurück fahren...
Von Ulmen gings dann erstmal zurück nach Köln, JJ abgeben. Von Köln dann leider wieder zurück nach Gronau.
Tourende
Die in Ulmen beginnende Wanderung verläuft auf einem Teilstück des insgesamt 75 km langen Karolingerweges von Prüm nach Cochem, örtliche Wanderwege führen vom Enderttal zu den umliegenden Höhenorten. Der Abschnitt „Tal der wilden Endert“ (benannt nach dem gleichnamigen Bach) eignet sich hervorragend für eine Tageswanderung. Auf ihrem rund 20 km langen Weg sucht sich die Endert mal gemächlich dahin schlängelnd, mal tosend wild ihr
Bett, bevor sie bei Cochem in die 400 m tiefer gelegene Mosel mündet. Besonders interessant sind die zahlreichen ehemaligen Mühlen im Enderttal (ehemals 34), von denen viele zu Wohnhäusern, Hotels und Gasthäusern umgebaut wurden.
| Wanderstrecke | Weglänge | Wanderzeit |
| Von Ulmen nach Cochem | 21,2 km | 6 Stunden 15 Minuten |