Allgäu
12.09.-15.09.2002
Volker
Kai, Christian, Volker, Olli, Willy, Alexander, Gente, André
diese Tour - wieder in die Berge - führte dazu, dass die teilnehmenden Personen bereits nach kurzer Zeit beschlossen: "Des müsse mer jetzt jedes Jahr mache!!!"
Diesmal war ich dran mit Junggesellenabschied. Auch für mich kam das extrem überraschend, denn ich konnte wirklich nicht ahnen, dass da plötzlich 5, wie von der Sau gestochen um die Mittagszeit in die Füssener Markthalle einfallen...
Tina und ich waren, wie so oft, in Füssen und verbrachten dort unseren Sommerurlaub. Olli, der seinerzeit solo unterwegs war und eh Urlaub hatte, entschloss sich kurzerhand ebenfalls nach Füssen zu kommen und mit uns gemeinsam den Urlaub zu verbringen. Ausserdem war er von uns als Pianist während unserer Trauung im Füssener Fürstensaal engagiert.
Es hätte mir eigentlich komisch vorkommen müssen, aber ich habs wirklich net gerafft. Der Olli hat mich an an dem besagten Tag ständig damit genervt, so ab 11:00h morgens doch noch ein Weizenbier trinken zu wollen und das wollte er unbedingt in der Füssener Markthalle machen (da schmeckts auch besonders gut...). Ständig musste er aber weg zum Telefonieren, weil er "kein Handyempfang" hatte und aber dringend wegen Partyservice mit seinem Vater telefonieren musste. Der hat angeblich das Brot vergessen... Egal - ich habs geglaubt.
Hintergrund war natürlich, dass er die anderen Kameraden (Kai, Christian, Gente, Willi und Alexander), die von Hessen nach Füssen kamen, in die Füssener Markthalle lotsen musste, weil die sich ja net auskannten. Ich bin bald vom Hocker gefallen, als die plötzlich da eingefallen sind.
Was sofort super geklappt hat war, dass der Kai erstmal 2 Runden Weizenbier bestellt hat, die getrunken werden mussten. Der Christian hatte aus der Pfalz frische Weisswürstchen mitgebracht und wir stärkten uns dann vor unsererm Aufbruch erstmal in unserer Ferienwohnung mit Weißwurscht und Brezn, ja ich glaub auch Weissbier...
Diese Tour führte uns, wie im Jahr zuvor wieder ins Lechtal. Ausgangspunkt war diesmal Osterreinen im Ostallgäu, wo Tina und André immer Urlaub machen. Von hier fuhren dann Tina und Kai mit den PKWs (Katja, Volkers Frau war auch mit dabei um eins der beiden Autos wieder mit zurückzunehmen) über die Deutsch-Österreichische Grenze in Richtung Reutte(A). Hier wurde jedoch Kai von einem Österreichischen Grenzbeamten angehalten und kontrolliert. Gente wollte den Grenzer bestechen und bat ihm ein Bonbon an...
Wieder wie im letzten Jahr an der Bärenfalle angekommen, verließen uns dann die Damen mit den Autos und wir stiegen wieder über die Musauer Alm in Richtung Otto-Mayr-Hütte auf. Auch in diesem Jahr konnten wir ohne größere Probleme den gerne mitfeiernden Hüttenwirt der Otto-Mayr-Hütte (Walter) davon überzeugen den Zapfenstreich großzügig von 22:00h auf ca. 02:00h verlegen. Anwesende Ruhesuchende Menschen wurden dabei gänzlich ignoriert :-) Ich kann mich nur noch daran erinnern, dass ich nachts gegen 01:00h nur noch mit einem Bier, und meiner Quetsch bewaffnet bei Walter und seinem Gspusi in der Küche saß und ihm das Lied "La Pastorella" spielte. Wir sangen dies mit Tränen in den Augen 3-Stimmig...
Am nächsten Morgen stiegen wir dann wieder ab in Richtung Musauer Alm, jedoch von dort aus in Richtung Gimpelhaus über die Nesselwängler Scharte. Nach einigen Mühen und Strapazen kehrten wir dann schließlich im Gimpelhaus ein um uns zu stärken. Das war nicht die falscheste Idee, denn es sollte sich noch zeigen, dass wir noch ein Wenig Kraft brauchten.
Eigentlich waren es vom Gimpelhaus zur Tannheimer Hütte nur noch so ne 1/2 bis 3/4 Std. zu laufen. Endlich angekommen und ohne jegliche Kraft ließen wir uns vor der Tannheimer Hütte dann auf die dortige Wiese fallen um uns auszuruhen. Daraufhin kamen alsbald die Hüttenwirtinnen (die Tannheimer Hütte wird ausschließlich von Damen bewirtschaftet) auf uns zu und machten uns unmissverständlich klar, das wir - sollten wir Abends Durst auf Bier bekommen - dieses bitte im Gimpelhaus mit großen Rucksäcken holen müssten. Nachdem wir realisierten, dass dies kein Scherz war, machten wir uns wieder auf den Weg zurück ins Gimpelhaus um dort unsere Rucksäcke mit durchschnittlich je einem Kasten Bier (in losen Flaschen) beladen zu lassen. Voll beladen, wie die Packesel liefen wir dann wieder den Pfad zurück (hoch) zur Tannheimer Hütte.
Ich kann mich heute nur daran erinnern, dass wir am nächsten Morgen nach einem guten Frühstück nach Nesselwängle abgestiegen sind. Hier wurden wir dann von unseren Frauen abgeholt, die uns wieder zurück nach Osterreinen brachten.
Bis auf Olli, Katja und Volker, mit denen Tina und ich noch eine weitere Tour machten, fuhren alle anderen wieder in die Heimat.